Einer geht noch...
25.08.2009
Am Sonntag stand das große Finale an. Das Finale vom BASF Triathlon Cup Rhein-Neckar. Das Finale meiner Deutschland-Tournee und das Finale der ersten Saisonhälfte. Die Vorzeichen waren nicht optimal, die Beine waren bis Mitte der Woche immer noch sehr schwer von Wiesbaden und auch das gewohnte Kribbeln wollte nicht so recht aufkommen. Doch da wir bereits am Freitag nach Viernheim anreisten, war noch genügend Zeit ein bisschen Rennluft zu schnuppern. Am Samstag ging es mir dann auch schon deutlich besser und ich hatte wieder Lust mich etwas zu bewegen. Es war aber klar, dass man sich für den Sieg sehr schnell bewegen musste, Faris Al Sultan, Jan Raphael, Felix Schumann, Michael Göhner, Timo Bracht. Da fällt einem immer die Fußball-Phrase ein "Es gibt keine leichten Spiele mehr". Ich wusste, dass ich mit der Vorbelastung nicht die Üblichen drei Minuten Rückstand nach dem Schwimmen auf die Spitze gutmachen könnte. Um so erstaunlicher, dass es beim Schwimmen dann alles so super geklappt hat. Das Schwimmen ohne Neopren, wie am Sonntag, klappt bei mir einfach besser als mit der Gummi-Haut. Eigentlich wollte ich probieren das Rennen auf dem Rad zu entscheiden. Mit schweren Beinen macht Laufen nämlich nicht sehr viel Spaß. Aber Timo Bracht sorgte auf dem Rad für die Pace. Ich hatte immer Mühe an ihm dran zu bleiben und auf den extrem gefährlichen Abfahrten (für den Verkehr nicht gesperrt) wollte ich auch nicht zu viel riskieren. Aber zumindest die Motivation war da und die hat mich dann auch über die letzten 10km getragen. Mit dem Wissen, dass danach erstmal Pause ist, konnte ich Timo noch einmal niederringen. Am Montag war ich dann noch zu Gast beim Rhein-Neckar-Fernsehen - mit Bericht über den Cup und sein Finale: Film
Bilder vom Finale: Bilder
Bilder vom Finale: Bilder
Yeahaaaaaaa Yipiiiieeeeeeee Jaaaaa jawoll!!! :-)))
18.08.2009
Aber von Anfang an :-) Beim Schwimmstart habe ich mich mal mit viel Selbstbewusstsein neben Faris Al Sultan aufgestellt. Ich habe mir gedacht, dass ich zumindest die ersten hundert Meter dranbleiben könnte um dann mit Uwe Widmann und Konstantin Bachhor oder Alessandro Degasperi schwimmen zu können. Ich bin Vollgas losgeschwommen, aber als ich nach zehn Metern zum ersten mal den Kopf gehoben habe, war Faris schon fast eine Länge weggezogen. Dann sind mir die Arme auch so richtig zugegangen und die Pro-Gruppe war ganz schnell weg. Vielen Dank an einen unbekannten Age-Grouper hinter den ich mich dann gehängt habe. Zu meinem Entsetzen hat mich auf den letzten hundert Metern dann noch Andrea Steinbecher (ehemals Brede) überholt. Nicht dass Andrea schlecht schwimmt - nein, aber ich habe mir schon etwas andere Begleiter beim Schwimmen gewünscht. Als ich dann aus dem Wasser gekommen bin und zum ersten mal den Abstand nach vorne gehört habe, war klar: Scheiß auf jede Taktik, jetzt muss die Straße brennen. Aber auch die Beine haben sich nicht angefühlt als würde nach vorne noch viel gehen. Ich musste wirklich unglaublich kämpfen. Am Ende des ersten langen Berges konnte ich auf die erste größere Gruppe mit Konstantin, Uwe und Alessandro aufschließen. Das sorgte für etwas Beruhigung, denn gerade Konstantin hatte ich als harten Gegner auf der Rechnung. Auf der Abfahrt konnte ich dann auch Faris Al Sultan und Michael Raelert stellen. Bis Kilometer 50 lief alles sehr gut, dann kam die Aufholjagt leider etwas ins Stocken. Mathias Hecht und Andreas Böcherer machten vorne kräftig Druck und so konnte ich den Abstand trotz aller Mühen nicht unter zwei Minuten bringen. Dann habe ich auch noch direkt nach der Verpflegungsstation meine Flasche verloren, da kam dann schon etwas Panik auf. Wenn man bei dem Wetter mal 20km nichts drinken kann, hat das unter Umständen böse Folgen. Aber ich hatte wohl davor schon genug getrunken, so habe ich eigentlich gar nichts gemerkt. Zum Glück kam die nächste Möglichkeit zum Wasser fassen auch schon bald. An dieser Stelle auch ein Lob an die Helfer und den Veranstalter - die wissen, was sie tun. So war es kein Problem eine Flasche zu fassen. Nachdem auf der Radstrecke noch eher wenig los war, standen allein schon beim Radabstieg gefühlt eine Million Zuschauer. Das hat mich wirklich sehr gepusht.
Es war klar, dass es beim Laufen nochmal richtig hart werden würde. Ich habe gehofft, dass die beiden Jungs vorne beim Radfahren auch an Ihre Grenze gehen mussten. Aber gerade auf Michael Raelert war der Vorsprung alles andere als beruhigend. Ich wollte ihn nicht am Sieg riechen lassen und so entschied ich mich für eine offensive Gestaltung der abschließenden 21km. Das schien aufzugehen, so konnte ich Mathias und Andreas bald stellen und auch Michael konnte zuerst nicht so viel aufholen wie ich befürchtet habe. Die letzten zehn Kilometer waren dann aber wirklich extrem hart, der Schleier vor meinen Augen wurde immer dunkler, aber es hat bis ins Ziel gereicht. Definitiv mein sportlich größter Sieg. Glückwunsch an Michael Raeltert (ich freu mich auf die nächsten Rennen mit und gegen dich!). Glückwunsch an Mathias Hecht der auf dem Rad alles von mir gefordert hat. Sowie auch an Andi - ich drück dir die Daumen für Kanada.
Vor allem möchte ich mich aber in aller Form bedanken bei allen Triteamlern, die mir schon auf der Radstrecke an den wichtigen Stellen mit frentischen Anfeuerungen den A..... gerettet haben. Natürlich bei meiner Freundin, die mich die letzten Tage vor dem Rennen aushalten musste. Bei Susann und Arne, die mich super betreut haben und für Ruhe vor dem Rennen gesorgt haben. Bei Tines Eltern, die mir nicht nur ab und an mal das Auto leihen, sondern bei fast allen Rennen die Support-Crew stellen. Bei allen Jungs aus Karlsruhe, die oft als Sparingspartner herhalten müssen. Natürlich bei den Sponsoren und dem Veranstaltungsteam, die wirklich ein super Rennen auf die Beine gestellt haben sowie allen Helfern, die am Sonntag wohl deutlich länger in der Sonne gestanden sind als ich. Danke auch an Lulu und Papa die am Sonntag nicht ausgeschlafen haben :-) Last but not least - danke Lubos, nicht nur für die Trainingsplanung sonder auch dass du nicht verzweifelst, obwohl du bei mir am Beckenrand manchmal Angst hast dass ich ertrinke ;-)
Es war klar, dass es beim Laufen nochmal richtig hart werden würde. Ich habe gehofft, dass die beiden Jungs vorne beim Radfahren auch an Ihre Grenze gehen mussten. Aber gerade auf Michael Raelert war der Vorsprung alles andere als beruhigend. Ich wollte ihn nicht am Sieg riechen lassen und so entschied ich mich für eine offensive Gestaltung der abschließenden 21km. Das schien aufzugehen, so konnte ich Mathias und Andreas bald stellen und auch Michael konnte zuerst nicht so viel aufholen wie ich befürchtet habe. Die letzten zehn Kilometer waren dann aber wirklich extrem hart, der Schleier vor meinen Augen wurde immer dunkler, aber es hat bis ins Ziel gereicht. Definitiv mein sportlich größter Sieg. Glückwunsch an Michael Raeltert (ich freu mich auf die nächsten Rennen mit und gegen dich!). Glückwunsch an Mathias Hecht der auf dem Rad alles von mir gefordert hat. Sowie auch an Andi - ich drück dir die Daumen für Kanada.
Vor allem möchte ich mich aber in aller Form bedanken bei allen Triteamlern, die mir schon auf der Radstrecke an den wichtigen Stellen mit frentischen Anfeuerungen den A..... gerettet haben. Natürlich bei meiner Freundin, die mich die letzten Tage vor dem Rennen aushalten musste. Bei Susann und Arne, die mich super betreut haben und für Ruhe vor dem Rennen gesorgt haben. Bei Tines Eltern, die mir nicht nur ab und an mal das Auto leihen, sondern bei fast allen Rennen die Support-Crew stellen. Bei allen Jungs aus Karlsruhe, die oft als Sparingspartner herhalten müssen. Natürlich bei den Sponsoren und dem Veranstaltungsteam, die wirklich ein super Rennen auf die Beine gestellt haben sowie allen Helfern, die am Sonntag wohl deutlich länger in der Sonne gestanden sind als ich. Danke auch an Lulu und Papa die am Sonntag nicht ausgeschlafen haben :-) Last but not least - danke Lubos, nicht nur für die Trainingsplanung sonder auch dass du nicht verzweifelst, obwohl du bei mir am Beckenrand manchmal Angst hast dass ich ertrinke ;-)















