The road to Roth 1.0
20.03.2010
Seit mehr als einem Jahr fragen mich die Leute wann ich endlich auf die Langdistanz gehe. Ich bekomme Zuschriften in denen mir erklärt wird das es noch niemand gegeben hat der bei seiner ersten Langdistanz unter acht Stunden geblieben sei..
Manchmal gar nicht so einfach die Erwartungen zu dämpfen, nicht nur die unrealistischen sondern vor allem die eigenen.
Ich habe mich für Roth als erste Langdistanz entschieden weil ich dieses Jahr noch keine Ambitionen auf einen Hawaii Start habe. Als ich mit Triathlon angefangen habe, war Roth DAS Rennen. Jetzt werde ich selbst dort Starten und schon bei meinem ersten Start werden viele Augen auf mich gerichtet sein, für mich geht ein Traum in Erfüllung. In der vierten Klasse in der Grundschule mussten alle Kinder auf ein Plakat schreiben was Ihr Traumberuf sei. Schon da habe ich Triathlon Profi aufgeschrieben. Meine Lehrerin hat gesagt, dass es so etwas nicht gibt. In meinem ersten Profi Jahr habe ich nun meine eigenen Erwartungen mehr als übertroffen. Mit Hannes Blaschke und Marc Wenz habe ich zwei Männer im Hintergrund, die mir Ihr Vertrauen schenken und es mir so ermöglichen in den nächsten Jahren voll anzugreifen.
Öfters war ich jetzt auf der Internet- Seite von Roth und dort läuft immer dieser Countdown… Oft fällt es mir da nicht ganz leicht ruhig zu bleiben und nicht mein Ziel aus den Augen zu verlieren: schneller werden. Auch wenn die Challenge in Roth natürlich einen wichtigen Platz in der Saison einnimmt, lautet mein erstes Ziel in diesem Jahr mich weiter in den schwächeren Disziplinen zu steigern und die Vorrausetzungen für ein paar Erfolgreiche Jahre zu legen. So bin ich mit 25 immer noch sehr jung für die Langdistanz und ich will in Roth in erster Linie Erfahrung sammeln, dafür bei den Rennen über die Mitteldistanz weiter Siege.
Entspannung ist jetzt angesagt
13.03.2010
Fünf Wochen Trainingslager sind jetzt vorbei. Die Inselgötter wussten wohl wie das Wetter hier in Deutschland ist, sie wollten uns noch da behalten. So streikte das Flugzeug auf der Startbahn und wir mussten noch eine Nacht länger auf der Insel bleiben. Insgesamt ist mein Fazit zu meinem bis jetzt längsten Trainingslager durchweg positiv. Nicht nur das LasPlayitas, sondern auch der HannesHawaii-Service sind erste Klasse. So konnte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren und das läuft so gut wie noch nie. Trotz der Müdigkeit, die sich in den letzten 10 Tagen bemerkbar gemacht hat, musste ich mich bei manchen Einheiten doch stark am Riemen reißen. So fiel es mir nicht leicht mich auch mal zurückzuhalten und nicht zu früh schon einen ernsthaften System-Test durchzuführen, gerade wenn man sieht, dass der eine oder andere "Gegner" jetzt schon ein Rennen macht ;-) Jetzt steht erst mal Ruhe auf dem Stundenplan. Ich freu mich auch wieder auf meine Freunde und die Familie.














